Sonntag, 25. September 2016

Potsdam - Lindenstraße

Ein Haus stach heraus aus der Phalanx der hübschen Bürgerhäuser. An großen vergitterten Fenstern hängen zahlreiche Portraitfotos, in schwarz-weiß oder sepiafarben, Kinder, Frauen, Männer, der Kleidung und dem Aussehen nach aus verschiedenen Epochen. Es ist das Haus in der Lindenstraße 54, eine Gedenkstätte für die Opfer politischer Gewalt im 20. Jahrhundert.
Das Haus ist riesig, riesig für die Zeit in der es erbaut wurde, 1734, vom Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. Es war ein Wohnhaus, drei Stockwerke, in jedem ein Saal, Wohnstuben, Kammern, ein Entree, in den Seitengebäuden Küche und Wirtschaftsräume, Remisen und Pferdeställe. Das Haus wurde der Stadt geschenkt, damit durch Mieteinnahmen die Kasse aufgefüllt würde. Auf Grund seines Äußeren wurde es das große holländische Haus genannt. In den 80er Jahren das 18. Jahrhundert lebte hier der Reformpolitiker General von Rohdich. Nachdem Napoleon die preußische Armee geschlagen hat, kamen die Franzosen nach Potsdam und besetzten auch das Kommandantenhaus, wie das Haus auch hieß, und im Hof wurden jetzt verletzte Pferde gepflegt. Später zog hier die erste Stadtverordnetenversammlung ein und als diese ins Rathaus weiterzog, überließ sie das Haus der Justiz. Hier war das Gericht (im Haupthaus) und das Gefängnis (im Wirtschaftsgebäude). Bekannte brandenburgische Persönlichkeiten arbeiteten am Gericht, zum Beispiel Max Dortu, ein Aktivist in der Revolution von 1848/49 oder Theodor Storm, der Schriftsteller, der als Beisitzer tätig war. Das Gebäude erfuhr einige Veränderungen und Umbauten, besonders der Zellentrakt, der nun 64 Einzelzellen und sechs Viermannzellen umfasste. Das Gefängnis war ein Männer- und Frauengefängnis, der Umbau war 1910 beendet. Im Jahr 1930 zog das Amtsgericht ein.
1933 übernahmen die Nazis die Macht und aus dem Land der Dichter und Denker wurde der Staat der Würger und Henker. Das Haus in der Lindenstraße war der Sitz des Erbgesundheitsgerichts (was für ein Wort) und war damit befasst alle Menschen zur Zwangssterilisation zu verurteilen, die nicht deutsch-völkisch-arisch-Reinblüter waren. Es betraf Menschen mit normalen psychiatrischen Erkrankungen wie Schizophrenie und Epilepsie, aber auch Menschen mit Lernschwäche oder einem asozialen Lebenswandel, zum Beispiel Alkoholiker. Der Willkür waren keine Grenzen gesetzt, ich kenne das aus der Familie. Der älteste Bruder meiner Mutter wurde nach einem schweren Fahradunfall, bei dem er sich eine Kopfverletzung zugezogen hat, für teilweise schwachsinnig erklärt und zügig zwangssterilisiert. Sein Vater konnte nicht intervenieren, denn er saß als Widerstandskämpfer im Zuchthaus und meine Großmutter, die die Stiefmutter des damals 14jährigen war, versuchte den Eingriff zu verhindern, wurde aber mit ihrer Eingabe abgewiesen. Sehr beeindruckend sind hier die Tondokumente von Menschen oder deren Angehörigen, an denen diese Verbrechen wider die Menschlichkeit verübt wurden. Und da wir in einer aufgeklärten Zeit und einer kosmopolitischen Gesellschaft leben, ist es umso unfassbarer, dass vor noch so kurzer Zeit Menschen eine Politik unterstützten, die das ermöglichte und die auch lange Jahre nach dem Ende der faschistischen Diktatur diesen Opfern die Anerkennung als solche verweigerte, und damit auch einen Entschädigung.
Im Jahr 1945, Göring hieß längst Meier, zog der Volksgerichtshof nach Potsdam um, denn das Berliner Gerichtsgebäude war durch Bomben schwer zerstört und somit unbrauchbar. Während im Landgerichtsgefängnis politisch Verfolgte neben den üblichen Kriminellen inhaftiert wurden, war die Lindenstraße nun auch Ort des Tribunals. Hier wurden alle verurteilt, die sich auf welche Art auch immer dem faschistischen System in den Weg stellten, Kommunisten, Sozialdemokraten, Widerständler aus dem bürgerlichen Lager, genauso wie Menschen aus der Bekennenden Kirche, Leute, die Juden versteckten oder Zwangsarbeitern zur Flucht verhalfen, Deserteure, Saboteure, alle Menschen, die sich in welcher Form auch immer, dem Nationalsozialismus verweigerten, in den Weg stellten, aktiv bekämpften. Für mich war neu, dass auch viele Zwangsarbeiter, meist aus Polen oder Tschechien, hier inhaftiert waren und zum Teil wegen Sabotage verurteilt wurden. Ähnlich erging es Frauen, die mit Zwangsarbeiten oder Kriegsgefangenen Umgang hatten, auch sie wurden verurteilt und inhaftiert und auch ihnen wurde später oft die Anerkennung als Opfer des Nazi-Regimes verweigert. Einige Prozesse fanden hier dann nicht mehr statt, zum Beispiel der gegen die Gruppe "Für Frieden und Aufbau", die Juden vor der Deportation warnte und versteckte. Der Prozess war für April 1945 angesetzt und da war in Potsdam der Krieg fast vorbei. Die Ungeheuerlichkeit all dieser Erzählungen, Berichte und Dokumente aus dieser Zeit erzeugt eine Beklemmung und Fassungslosigkeit und diese Frauen und Männer, die allen Widrigkeiten getrotzt haben, sich ungeachtet ihrer eigenen Sicherheit stark gemacht haben, für jene, die sich gerade selber nicht helfen konnten, ist wie ein Licht am Horizont. Chapeau, Ihr alle.
Am 8. Mai 1945 ist der Krieg zu Ende, wir feierten immer den Tag der Befreiung. Eine Befreiung auch für die Lindenstraße? Erst einmal ja, die politischen Gefangenen der Nazis entgingen ihren Verurteilungen und manche den bereits ausgesprochen Todesurteilen. Potsdam war sowjetisch besetzt und mit der Besatzungsmacht kam der NKWD, der Geheimdienst, der später KGB heißen soll. Und sehr schnell sind die Zellen wieder voll, sehr voll. Neben tatsächlichen und vermeintlichen Nazis wurden viele Menschen wegen antisowjetischer Hetze, wegen Werwolf-Tätigkeit, eine Art faschistischer Guerilla, die Terroranschläge durchführte, antisowjetischer Tätigkeit und Spionage inhaftiert. Die 1910 als Einzelzellen angelegten Räumen behausten dann vier oder fünf Menschen, es gab wenig zu Essen, keine medizinische Versorgung und mangelnde Hygiene. Neben Krankheiten, die durch Unterernährung und Schlafmangel ausgelöst wurden, gab es physische und psychische Gewalt innerhalb der Zellen und außerhalb durch die vernehmenden Offiziere. Es wurden Geständnisse produziert, lange Haftstrafen ausgesprochen und nicht selten wurden die Menschen dann in sowjetische Arbeitslager verbracht. Von Anfang 1950 bis zum Sommer 1952 wurden 100 Todesurteile vollstreckt, bezeichnenderweise in Moskau, nicht in Potsdam. Viele Menschen überlebten die Untersuchungshaft nicht, und von denen, die aus dem Arbeitslager zurückkamen, oft in der Mitte der 50er Jahre, nach Stalins Tod, gingen die meisten in den Westen. In der DDR-Zeit haben wir nie etwas von Willkür, Arbeitslager und Todesurteilen durch die sowjetische Besatzungsmacht gehört. Das war untrennbar mit der Nazi-Diktatur verbunden. Die Opfer haben geschwiegen, man hätte ihnen nicht geglaubt. Der NKWD verließ die Lindenstraße 1952 und ich meine, sie standen denen, die vor ihnen da waren in Nichts nach. Und gab es in den Ausstellungsräumen über die Zeit von 1933-1945 noch so etwas wie Hoffnung auf ein besseres Deutschland, blieb hier nur Verzweiflung und Vergeblichkeit.
Der eine Geheimdienst ging, der nächste kam. Ab 1952 bis zum Herbst 1989 war das Haus Untersuchungsgefängnis des Staatssicherheitsdienstes. Die Vorwürfe gegen die Häftlinge haben sich seit 1933 nicht wirklich geändert, nur die Vorzeichen waren andere, Spionage, Hetzte gegen die jeweilige Diktatur, Sabotage, ab 1961 kam nun noch der Tatbestand der Republikflucht dazu. Ungefähr 6200 Menschen waren in dieser Zeit inhaftiert, viele unter 30 Jahren und ein relativ großer Anteil Frauen war dabei, um die 900. Die Häftlinge mussten alle persönlichen Dinge abgeben, bekamen einen Trainingsanzug und Hausschuhe. Sie waren allein in der Zelle, durften keine persönlichen Gegenstände dorthin mitnehmen, wurden permanent überwacht, alle fünf bis zehn Minuten schaute ein Wächter durch das Guckloch, waren isoliert und desinformiert. In den 70ern wurden Toiletten in die Zellen eingebaut. Das Essen war anfangs unzureichend, später mehr aber vitaminarm. Die Menschen wurden durch speziell geschulte Offiziere verhört, drangsaliert, eingeschüchtert und psychisch destabilisiert. Die Stasi gab auch das Strafmaß vor, dem die Gerichte meist folgten. Die Haft verbüßten die Verurteilten dann in den Gefängnissen und Zuchthäusern der DDR, aus denen sie nicht selten von der BRD freigekauft wurden.
In der obersten Etage des Zellentraktes gibt es mehrere permanente anonymisierte Videoinstallationen, in denen die Menschen von ihren politischen Aktionen berichten oder von ihrer Verhaftung, die sie völlig überraschte, weil sie sich politisch inaktiv verhalten haben und von ihrem Dasein als Häftlinge in der Lindenstraße. Von den Freigängen auf dem Hof, die in einer kleinen Zelle stattfand, die man mit drei Schritten durchquert hatte, von der Ungewissheit, was mit dem Kind geworden ist, der Frage, wer hat mich verraten und vieles mehr. Die Videos laufen als Endlosschleife und stehen stellvertretend für die vielen vielen Menschen, die hier und im gesamten Land unter der Willkür und der Paranoia des Geheimdienstes zu leiden hatten, dessen altersstarrsinniger Oberster uns 1989 verkündete, dass er uns doch alle lieben würde.
Vermutlich geht kein Staat freundlich oder sorgsam mit politischen Gegnern um. Die Nazis taten das, was sie ankündeten zu tun, so war es keine Überraschung, nicht für uns als nachfolgenden Generation. Aber ich, sozialistisch geprägt, aufgewachsen unter der ständigen Versicherung, dass diese Gesellschaft den Menschen in den Mittelpunkt stellt und alles besser macht, als alle Gesellschaftsordnungen vorher, denke, der Sozialismus hat sich in solchen Häusern ad absurdum geführt. Mag die Zeit nach dem Krieg noch geprägt gewesen sein von Hass und Rache und der Bestrafung derer, die die Diktatur und den Krieg mitgetragen haben, gab es für die DDR keinen Grund, so unmenschlich zu sein. Diejenigen, die als politische Häftlinge klassifiziert wurden, waren keine Terroristen, Mörder, oder Menschen, die den Staat stürzen wollte. Viele wollten dem Staat den Rücken kehren und andere haben von der Staatsdoktrin abweichende Ansichten kundgetan, nichts womit ein souveräner Staat nicht umgehen kann. Ich hatte beim Anschauen der Videos die Idee, dass gezielt politische Gefangene erzeugt worden, damit man durch den Freikauf derselben durch die BRD die leeren Devisenkassen füllen kann. Vielleicht eine abstruse Idee, vielleicht nicht.
Nach der friedlichen Revolution war das Haus kurze Zeit das Haus der Demokratie, und obwohl schon einmal engagierte progressive Politiker hier wohnten oder arbeiteten, schließt sich der Kreis nicht. Das Haus ist ein trostloser Ort, der nicht vergessen kann, was Menschen Menschen tun können.
(English version below)


























































































One house was outstanding in the phalanx of beautiful manors. On high barred windows are hanging countless portraits photos in black and white or sepia colour, children, women, men from different eras what you can tell by appearance and style. It's the house at Lindenstraße 54, a memorial for the victims of political violence in the 20th century.
The manor is huge, huge for the time it was built in, 1734 by Friedrich Wilhelm I., the 'Soldiers King'. It's a residence, three storey high, in each a hall, living rooms, small chambers and an entree, in the side wing a kitchen, servant's quarter, mews and coach house. The house was given to the city to fill the empty coffer with money from subletting. Because of its appearance it was called the Big Dutch House. In the 80s of the 18th century General Von Rohdich, a reformist politician, did live here. After Napoleon won over the Prussian army the French came to Potsdam and took over Commander's House, like it was called too, and now sick horses were treated in the stables. Later the first city council meeting took place here, and when they moved to the city hall, the judiciary moved in here. Here was the court - in the main house and the jail - in the back yard buildings. Well known brandenburgian personalities did work here, like Max Dortu, an activist in the revolution of 1848/49 and Theodor Storm, the poet, was an assessor at the court. There were done some changes and alterations at the building especially at the jail part, which contains now 64 solitary cells and six four person cells. It was a prison for men and women and was finished in 1910. In 1930 the county court moved in.
1933 the Nazis took over political power and made the land of poets and thinkers a state of slayer and hangmen. The house in the Lindenstraße became Erbgesundheitsgericht - Hereditary Health Court (what a phrase) and was authorized to convict all people to forced sterilisation if they aren't german-völkisch-aryan-purebloods. That was for people with normal psychiatric diseases like epilepsy or schizophrenia, but also people with learning disabilities or persons with antisocial lifestyle, like alcohol addicts. There weren't any limits to arbitrariness, I know this from my own family. The eldest brother of my mother was declared partly imbecile after a heavy bicycle accident, where he hit his head and was sterilized shortly after. His father couldn't intercede, because he was in gaol custody as a resistance fighter. My grandma, who was the stepmother of the 14 year old boy tried hard to prevent the procedure, but her submission remained unheard. Very impressive the audio documents of the victims and their relatives of those crime against humanity. And today as we live in sophisticated times in a cosmopolitan society is it hardly to understand that no long ago humans supported a politic like that and even after the Nazis have been gone the victims weren't accepted as Nazi-victims and didn't get any compensation.
The year 1945, Göring long ago has changed his name to Meier (If only one British airplane will crossed German borders, I will call myself Meier, he said in 1939), the Volksgerichtshof (people's court yard) moved in here, because the court building in Berlin was completely destroyed by bombs and not to be used anymore. While in jail beside normal criminals also political detainees were imprisoned, the house became a place of tribunal too. Here everyone was judged who stand against the Nazi terror, communists, social democrats, resistance worker from the civic wing, from the church, namely Bekennende Kirche, people who helped Jews to hide themselves or forced workers to escape, deserters, saboteurs, all the people who fought against the Nazi-Regime in what way ever. It was new to me that even forced workers were sent to jail under the charge of sabotage and women who had contact to forced workers or war prisoners were sentenced to jail or concentration camp and haven't been accepted as Nazi-victims later either. Some trials didn't took place anymore, like the one against the group 'Für Frieden und Aufbau' - For Peace and Setup, who helped Jewish people by warning them before deportation and hiding them in privat houses. It was scheduled for April 1945, but at this time the war was nearly over. The enormity of the reports, documents and narratives causes consternation and trepidation, and all those women and men who fought against all odds to help those, who couldn't help themselves was like a ray of light in the darkness. Kudos, everyone of you!
May the 8th 1945, the war is over, we always celebrated the Day of Liberation. Liberty for Lindenstraße too? At first, yes. All the political detainees were set free and people who were sentenced to death did stay alive. Potsdam was in the Soviet occupation area and and with the new authorities came the NKWD, the secret service called later KGB. And soon the cells were filled again and crowded. Beside real and alleged Nazis, many people were imprisoned because of anti-soviet propaganda or because of Werwolf activities (the Werwolfs were a fascist guerrilla organisation responsible for terror attacks), anti-soviet work or spying. The in 1910 built solitude cells did now housing four or five persons, there wasn't barely food, no medical care and no hygienic facilities. Beside diseases caused by malnutrition and sleep deprivation, people did suffer from violence inside the cells and outside from the interrogating officers. Confessions were produced, detention was told, often for long time and people were sentenced to death. Between the begin of 1950 and the summer of 1952 100 people were executed, tellingly in Moscow, not in Potsdam. The detainees were mostly sent to working camps in the Soviet Union. Many people didn't survive the custody, nor the camps. Those who came back, mostly in the middle of the 50s after Stalin died, often moved to Westgermany. In the G.D.R. we never heard of despotism, forced working in camps and executions by the Soviet occupation forces, that was inextricable connected with the Nazi-Regime. The victims kept quiet, no one would have believed them. The NKWD left the Lindenstaße and in my opinion they were as bad as their predecessors. And while in the exhibition area from 1933 to 1945 was something like a little hope for a better Germany now was there only futility and desperation.
One secret service left, a new one stepped in. From 1952 till 1989 was the house the remand prison of the secret service of the G.D.R. - the Staatssicherheit (Stasi). The reason for custody didn't really change since 1933, only the name of the dictatorship, spying, propaganda against the state, sabotage, after 1961, when the Berlin Wall was built there was something new, escaping from the G.D.R., which was illegal. About 6200 people were imprisoned here, most of them under the age of 30, and the amount of women was high, around 900. The detainees had to hand over all their personal belongings, got a kind of jogging dress and slippers, were locked in solitude cell where no personal items were allowed, were isolated, kept in desinformation and were permanently watched, all five to ten minutes a watchman checked through the looking hole. In the 70s toilets were installed in the cells. The food was in the beginning too less, later enough but with less vitamins. Special trained officers were questioning the prisoners, the were bullied, scared and mental destabilised. The Stasi suggested the level of detention and often the judge followed them. The detainees where sent to jails or gaols all over the G.D.R. and in many cases ransomed by West Germany.
In the third floor are some permanent anonymised video installation about people who have been detainees here. They speak about their political actions or about how baffled they've been about their custody, because they haven't been political at all, and from the life they lived at Lindenstraße. From the day paroles in the yard, that took place in a small cell which can be crossed by three steps, from their fear, what happens to their children, the question, who disclose me and much more. The videos working as an endless tape and are standing representative for all the women and men who here and all over the land suffered from the violence and the paranoia of a secret service, which senile stubborn leader in 1989 announced: I do love you all.
Probably no system is carefull and friendly against political opponents. The Nazis did, what they announced they would do, so it wasn't a big surprise in the end, not for the following generations. But me, grown up in a socialist country with the never ending promise, the human is standing the centre of everything and it's all done for them and that this society system is the best of all and will be better than any before, I do think, that the socialist system put itself to absurdity in places like that. May the time after the war was characterised by revange and hate and the wish to punish those who are responsible for dictatorship and war, but there was no reason at all in the G.D.R. to be inhuman like that. Those who were declared political opponents haven't been terrorists, murders or wanted to overthrow the government. Most of them wanted to leave the country or spoke openly about different political ideas than the state doctrine, nothing a confident state can't handle. While watching the videos it came to my mind, that political detainees were created to exchange them later for money with West Germany. Maybe it's a stupid idea, maybe not.
After the peaceful revolution in fall 1989 the building was for a short time House of Democracy. And even when dedicated progressive politicians once worked and lived here before, it doesn't come to full circle. This house is a dismal place, which can't forget what humans are able to do to other humans.